Für eine handvoll Credits

Ab durch die Mitte

Wenigstens der Barkeeper kann uns noch leiden

[Beginn Entschlüsselung]

35:5:9 // CDR G[- – -] W[- – -]

Missionsbericht: Operation „Sullustaner surfen nicht“
Ausgang: Teilerfolg. Agent gelangte in Besitz von [- – -].

[Beginn Auszug]

Es verlief zunächst alles nach Plan. Bündnisse mit Piraten zu schließen war für die Allianz keine Seltenheit, ein notwendiges Übel, wenn man aus dem Untergrund agieren muss. Borrts Bande schien für ein solches Bündnis nicht mehr oder weniger geeignet als andere.

Was sie für uns die Allianz interessant machte war die Tatsache, dass sie von Stoga aus operierte, einem Planeten am Rand des äußeren Randes. Stoga war abgelegen genug, um vom Imperium größtenteils unbehelligt zu bleiben und die wenigen Versuche von Konzernen hier Fuß zu fassen sind schnell versandet. Zu abgelegen als Stützpunkt einer Rebellenflotte – zumal man hier in der Falle säße, sollte einen das Imperium einmal aufspüren – nicht aber für eine Operationsbasis des Nachrichtendienstes. Zudem gingen die Gerüchte um, dass Borrt in den Besitz von Datenspeichern der ehemaligen Seperatistenallianz gelangt sein soll. Diese beinhalteten oft veraltete Sternenkarten oder strategische Pläne aus Kriegszeiten, aber manchmal auch die Standorte geheimer Basen und Versorgungsposten – wertlos für das Imperium, extrem wertvoll für uns.

Es war ein leichtes für mich Kontakt mit der örtlichen Bevölkerung aufzunehmen, Informationen über Borrts Standort zu erlangen und ein Treffen mit ihm zu arrangieren. Ich tat dies unter mehreren Decknamen, um meine Fährte zu verwischen, was mir offenbar trotz großer Bemühungen nicht vollständig gelang. Der Kontakt mit Borrt wurde durch einen ortsansässigen “Arzt” arrangiert, dessen Hilfe ich im Tausch für [- – -] akquirieren konnte.

ANMERKUNG: Er nannte sich [- – -], meine Recherchen weisen allerdings daraufhin, dass es sich um [- – -] handeln könnte.

Das Treffen mit Borrt verlief zunächst vielversprechend, nahm allerdings eine unerwartete Wendung, als die Brücke von Borrts Schiff-Basis, auf der das Treffen stattfand, von einer Gruppe konkurrierender Piraten Söldner gestürmt wurde. Es handelte sich dabei um mir bekannte Landstreicher Söldner, die sich in der Vergangenheit bereits als mittelmäßig nützlich wertvolle Aktivposten herausgestellt hatten.

ANMERKUNG: Unter ihnen befand sich auch der örtliche Sheriff, dessen gekonntes Anwenden von Techniken des Tarnen und Täuschens auf einen Hintergrund in der Informationsbeschaffung oder der Sicherheitsbranche hinweisen.

Sie klärten mich über das doppelte Spiel Borrts auf, der mich an das Imperium verraten hatte. Diese Möglichkeit muss man im Umgang mit Piraten zwar stets in Betracht ziehen, doch hatte ich die Schnelligkeit mit der Borrt mich hintergangen hatte unterschätzt.

Mein ursprünglicher Plan mit Borrt eine Zusammenarbeit auszuhandeln war damit durchkreuzt. Allerdings gelang es mir im Durcheinander des Gefechts Daten aus Borrts Computer zu entwenden – darunter auch mehrere Dokumente und Karten aus Seperatistenspeichern. Dank schneller Improvisation meinerseits gelang es mir die Gruppe zügig und unter Umgehung des Gegners zum Frontladeraum der Schiff-Basis zu führen. Im anschließenden Feuergefecht konnte ich dank meiner geschickt gewählten räumlichen Position gefahrlos die Lage überblicken, gegnerisches Feuer vermeiden und eine eingehende Einschätzung der Gruppenmitglieder vornehmen:

relevant im Hinblick auf mögliche weitere Verwendung durch Allianz-Kräfte

Der Wookiee ist, wenig überraschend, der starke Arm der Gruppe. Er sucht primär den Nahkampf und ist dabei auch recht effektiv. Er scheint allerdings auch eine Schwäche für die Selbstdarstellung zu haben. So konnte ich beobachten, wie er minutenlang um seine Gegner herumtänzelte und mit seiner Vibroaxt herumwirbelte, ohne auch nur zu einem einzelnen ernsthaften Treffen anzusetzen. Stattdessen legte er sogar seine Waffe ab und betätigte sich in einer Art rituellem Schattenboxen. Einen derartigen Leichtsinn im Kampf auf Leben und Tod habe ich noch nie gesehen.

Der Rodianer ist für das knacken technischer Systeme zuständig. Man zeige mir auch nur einen Rodianer, der nicht Krimineller von Hauptberuf ist. Rodianer scheinen eine natürliche Veranlagung für das kreative Umgehen von Regeln zu haben. Ich konnte aus erster Hand beobachten, wie er ein hochkomplexes Tür-Sicherheitssystem bereits im zweiten(!) Anlauf erfolgreich knacken konnte. Auch im Umgehen von Kämpfen scheint er ein Talent zu besitzen, sogar während eines Kampfes. Er ist ein durchschnittlicher Schütze, aber offenbar gut im Ausweichen von Angriffen.

Der Bothaner füllt die Lücke des Sprachrohrs der Gruppe. Unauffällig und anders als die Anderen auch bisher nicht in Verbindung mit der kriminellen Unterwelt gewesen. Er ist kein großer Kämpfer, aber er soll der Gruppe offenbar einen seriösen Anstrich geben und ihnen auch dort Zugang und Kontakt verschaffen, wo ein Wookiee und ein Rodianer unerwünscht sind. Also im Großteil des zivilisierten Raums. Es gibt klare Hinweise auf Medikamentenmissbrauch. So konnte ich beobachten, wie er sich im Kampf direkt hintereinander zwei Stimpacks injizierte. Anschließend setzte er wieder zu flammenden Motivationsreden an seine Mitstreiter an, dessen Inhalte ich keinesfalls wiedergeben möchte, die aber anscheinend ihren Zweck zu erfüllen scheinen.

ANMERKUNG: Ota fragen, ob er mehr über ihn weiß.

Die Twi’Lek ist im Gegensatz zum Rest klar das professionellste Mitglied der Gruppe. Sie ist eine registrierte Kopfgeldjägerin von regionalem Ruf, die allerdings als Folge einer Auseinandersetzung mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber, einem niederen Hutten auf Tatooine, diesen umbrachte. Zwar scheint ihre Lizenz noch nicht eingezogen worden zu sein, jedoch wird wohl etwas Zeit vergehen müssen, bis sie jemand wieder einstellen wird. Meiner Beobachtung nach ist sie eine ausgezeichnete Schützin, die aus jedem Winkel und ungeachtet von Höhenunterschieden ihr Ziel zu treffen scheint. Auch die vermeintliche Unhandlichkeit ihres langen und offenbar stark modifizierten Gewehrlaufs besonders im Bezug auf den engen Raum des Stegs sowie des Geländers stellte im Gefecht für sie kein Problem dar. Es bedarf wohl höherer Gewalt, um ihr Zielvermögen auch nur Ansatzweise einzuschränken.

Die Flucht Der anschließende Rückzug aus Borrts Basis verlief ohne Probleme. Die Aufrührer Söldner blieben zunächst zurück, während ich mich bereits auf den Weg zum Raumhafen machte. Sicherlich mussten sie erst noch ihre große Belohnung für die Festnahme Borrts abholen, den sie den gesamten Weg über mit sich mitschleppten.

Als Anerkennung für ihre ungewollte Unterstützung habe ich ihnen in der Cantina in Port Nib Nub abschließend die Koordinaten eines Kontaktes gegeben, der für ihre “Kompetenzen” Verwendung haben dürfte.

Wir sollten die Gruppe auf jeden Fall im Blick behalten. Auch wenn wir mit der Verwendung externer Mitarbeiter vorsichtig sein sollten, besitzt diese spezielle Gruppe von Hasardeuren Spezialisten eine ungewöhnliche Vorgehensweise, die sich durchaus als nützlich erweisen kann.

[Auszug Ende]
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Crazier

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